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Doppelbilder, Halos und weitere unerwünschte Sicht-Effekte nach dem Augen lasern

www.augenlasern-lasik.de am 6. August 2012

Nach einer Laserbehandlung des Auges kann es für kurze Zeit zu einer erhöhten Blendsensibilität und dem Auftreten von Doppelbildern kommen. Im Verlauf des Heilungsprozesses verlieren sich diese meist von selbst.

Die Laserbehandlung zur refraktiven Korrektur

Bei der refraktiven Chirurgie führt man Augenlaserbehandlungen wie LASIK oder Femto-LASIK durch, um Sehschwächen zu korrigieren. Dabei kann es sich um Kurzsichtigkeit (Myopie), Weitsichtigkeit (Hyperopie) oder eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) handeln. Diese werden als Sehfehler niedriger Ordnung zusammengefasst. Obwohl eine refraktive Augenbehandlung per Laser heute als sehr sicher gilt, kann sie, wie andere medizinische Maßnahmen, mit Nebenwirkungen verbunden sein. Zu den möglichen Formen gehören erhöhte Blendempfindlichkeit / Lichtempfindlichkeit und das Sehen von Doppelbildern. In den ersten drei Monaten nach einer Behandlung sind diese Phänomene häufig, nach sechs Monaten sind nur noch wenige Patienten davon betroffen. Die Wahrscheinlichkeit für ein längeres Auftreten ist gering, sie liegt bei weniger als einem Prozent (vgl. www.clario.de/deutsch/sicherheit_risiken/risiken/).

Symptome der Blendeempfindlichkeit nach einer Laserbehandlung des Auges

Die Lichtempfindlichkeit des Auges nach dem Lasern zeigt sich in einer komplexen Symptomatik. Es kommt zu Einschränkungen des Sehvermögens bei Dämmerung und Dunkelheit. Meist wird die Sicht durch einen Kontrastverlust eingeschränkt, der wie eine Art Nebelschleier gesehen wird, man bezeichnet dies als Haze. Objekte treten durch Doppelbilder in der Form des Ghostings auf, es bilden sich ein oder mehrere gespiegelte Doppelbilder um das Objekt. Sie werden unscharf, teilweise unvollständig und an den Rändern hell und verwischt wahrgenommen. Unter Halos versteht man eine Sicht, bei der einzelne Lichtquellen von einem hellen Hof umgeben werden und dadurch stark blenden.

Doppelbilder, Halos, Ghosting - auf www.operationauge.de sind die verschiedenen Effekte, die als Nachteile des Augenlaserns auftreten können, visualisiert (Screenshot www.operationauge.de/bilder.html am 06.08.2012)

Doppelbilder, Halos, Ghosting – auf www.operationauge.de sind die verschiedenen Effekte, die als Nachteile des Augenlaserns auftreten können, visualisiert (Screenshot www.operationauge.de/bilder.html am 06.08.2012)

Der Starburst ist ein Effekt, bei dem von Lichtquellen Strahlen ausgehen, wie man sie etwa bei einem Feuerwerk sieht. Mit Glare bezeichnet man eine übermäßige Lichtausbreitung, die von reflektierenden Objekten ausgeht. Problematisch ist, dass mehrere Symptome gleichzeitig auftreten, sich gegenseitig verstärken und insgesamt zu einer starken Blendung bei Dunkelheit führen können. Anhand eines Simulators kann man die eigene Sehkraft veranschaulichen (siehe dazu www.freevis.de/simulator/freevissimulator_result.html?dioptrien=3&pupille=c&x=77&y=17).

Freevis Simulator für Dämmerungs- und Nachtsehen nach Lasik-Behandlung (Screenshot http://www.freevis.de/simulator/freevissimulator_result.html?dioptrien=3&pupille=c&x=77&y=17 am 06.08.2012)

Freevis Simulator für Dämmerungs- und Nachtsehen nach Lasik-Behandlung (Screenshot http://www.freevis.de/simulator/freevissimulator_result.html?dioptrien=3&pupille=c&x=77&y=17 am 06.08.2012)

Risikofaktoren für die Blendeempfindlichkeit nach dem Lasern

Durch Beobachtungen in der Praxis und Studien, die zum Thema durchgeführt wurden, hat man einige individuelle Risikofaktoren für das Auftreten der Phänomene feststellen können. Eine hochgradige Kurzsichtigkeit, eine sehr flache Hornhaut und eine sehr starke Hornhautverkrümmung werden als Risikofaktoren für Blendeempfindlichkeit betrachtet. Wiederholungsoperationen erhöhen ebenfalls die Wahrscheinlichkeit dafür (vgl. www.bdao.de/aktuelles/artikel/wiederholungs-lasik/e7ab7545b2510af8fc7a34505ae8d8f8/).

Werden bei refraktiven Eingriffen mehr als -6dpt (Dioptrien) korrigiert, gilt dies als weiterer Risikofaktor (www.fehlsichtig.de/content/index.php?id=18&option=com_content&task=view). Je mehr Hornhaut in einer Laserbehandlung entfernt wird, desto eher kommt es zu den beschriebenen Beschwerden. Eine besonders große Pupille wird diesbezüglich auch als problematisch eingeschätzt.

Wellenfrontgeführte refraktive Chirurgie

In den letzten Jahren wurde eine spezielle Laserbehandlung entwickelt, die zur Reduzierung von Blendempfindlichkeit bei Dämmerung und Dunkelheit eingesetzt wird. Sie kann als zusätzliches Element bei einem Lasereingriff angewendet werden, das unmittelbar vor einer LASIK und anderen refraktiven Korrekturen durchgeführt wird. Das Kernstück des wellenfrontgeführten Verfahrens ist die Wellenfrontanalyse. Diese ermittelt neben den Sehfehlern niedriger Ordnung, wie Kurz- und Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung, auch sogenannte Aberrationen.

Aberrationen sind Minderungen des Sehvermögens, die sich in Verzerrungen und Unschärfen der Sicht zeigen und werden als Sehfehler höherer Ordnung zusammengefasst. Diese können weder durch Brille noch durch Kontaktlinsen korrigiert werden. Mittels eines Aberrometers ist es möglich, das Auge exakt zu vermessen und Sehfehler höherer Ordnung zu erkennen. Aus den Messwerten erstellt das Aberrometer ein Ablationsprofil, dessen Ergebnisse es an einen speziellen Excimerlaser weiterleitet. Dies wird für jedes Auge individuell durchgeführt, deswegen bezeichnet man beispielsweise eine wellenfrontgeführte LASIK als ‚maßgeschneiderte LASIK‘. Der Excimerlaser führt dann den Hornhautabtrag unter Berücksichtigung der Aberrationen durch. Im Ergebnis erhält man eine sehr viel genauere Korrektur der Sehschwäche, bei der die Störung der Nachtsicht erheblich vermindert sein kann.

Vorteile der wellenfrontgeführten Augenlaserbehandlung

Für Risikopatienten bietet die wellenfrontgeführte, refraktive Korrektur neue Möglichkeiten. Komplexe Sehschwächen, die sich durch Sehfehler niedriger und höherer Ordnung auszeichnen, können in einem Eingriff, etwa einer LASIK behandelt werden. Das Risiko für ein Auftreten von Blendungssensibilität, wie etwa das Sehen von Doppelbildern, ist dabei reduziert. Wendet man zusätzlich das sichere Verfahren der Femto-LASIK an, können auch Menschen mit verschiedenen Handicaps in den Genuss einer refraktiven Korrektur gelangen.



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