Korrektur der Weitsichtigkeit durch Laser
In der Augenmedizin begann die Laser-Chirurgie bereits in den siebziger Jahren mit dem sogenannten Hitze-Laser, der mit gezielt eingesetzten Verbrennungen Netzhautablösungen wieder anschweißen konnte. Später wurde der Kaltlicht-Laser entwickelt, mit dem operative Korrekturen von Kurz-, Weit- und Stabsichtigkeit vorgenommen werden konnten. Kontrolliert gebündelte Laserstrahlen werden computergesteuert eingesetzt und arbeiten in Bereichen von weit unter einem Tausendstel Millimeter. Die Behandlung der Kurzsichtigkeit kann bis zu minus zehn Dioptrien und der Weitsichtigkeit bis zu plus vier Dioptrien durchgeführt werden. Allerdings hängt der Erfolg auch von solch individuellen Faktoren wie Pupillengröße, Hornhautkrümmung und ganz besonders der Hornhautdicke ab.
Korrektur der Weitsichtigkeit durch Laser
Zur Korrektur der Weitsichtigkeit durch Laser wird von Augenärzten das Lasik-Verfahren angewendet. Bei dieser Technik wird unter einem präparierten Hornhautdeckel innerhalb des Hornhautstromas Gewebe entfernt. Dies soll einen besseren Heilungsprozess gewährleisten, als zum Beispiel die Methode der Photorefractiven Keratektomie (PRK), die direkt an der Oberfläche der Hornhaut Gewebe abträgt. Beim Lasik-Verfahren wird in der Mitte weniger Gewebe entfernt als in der Peripherie, so dass die zu flache Krümmung ausgeglichen und somit die Brechkraft des Auges bei Weitsichtigkeit erhöht wird.
Wer eignet sich für eine Korrektur der Weitsichtigkeit durch Laser?
Allgemein gilt, das eine individuelle und eingehende Voruntersuchung durch den Augenarzt stattfinden muss. Wenn folgende Gründe vorliegen, sollte ein seriöser Arzt eine Operation ablehnen: Schwankungen in der Dioptrienzahl innerhalb der letzten achtzehn Monate, Alter unter 18 Jahren, zu geringe Dicke oder vorliegende Erkrankungen der Hornhaut, Grauer Star (Linsentrübung), Grüner Star (Glaukom), unbehandelte Netzhauterkrankungen, Wundheilungsstörungen, Allergien, Rheuma, Diabetes mellitus, Herzschrittmacher und Störungen der Zusammenarbeit beider Augen.
Risiken
Das Risiko schwerwiegender Komplikationen sind bei den heutigen Verfahren der refraktiven Chirurgie als eher gering einzuschätzen. Allerdings sind sie auch nicht ganz auszuschließen. Ebenfalls ist das Risiko, dass ein Patient nach dem Eingriff schlechter sieht, als vorher, sehr gering. Letztendlich bietet die Femto-Lasik Methode einen sehr exakten Eingriff, basierend auf einer hochpräzisen computergesteuerten Technik. Wie allerdings bei jedem anderen medizinischen Eingriff, ist ein Restrisiko aber nie völlig auszuschließen. Die Rate der Komplikationen soll nach den Statistiken zu urteilen, bei unter einem Prozent liegen. Über das individuelle Risiko eines Patienten, wird ein seriöser Augenarzt in einem ausführlichen Beratungsgespräch immer aufklären.
Letztendlich hängt die Erfolgsrate von der Erfahrung des Arztes ab sowie der Zuverlässigkeit des Patienten, der dazu angehalten werden sollte, alle Behandlungsanweisungen nach der Operation entsprechend einzuhalten.
